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18.08.2020 - Frage des Tages: Woher kommt der Spruch "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst"?
Das ist ein Rechtsatz, der in dieser Formulierung auf den Sachsenspielgel (um 1230) zurückgeht: "die ok irst to der molen kumt, die sal erst malen" (Landrecht II, 59 Paragraph 4). Hierbei handelt es sich aber nur um eine Kodifizierung eines älteren Rechtsgrundsatzes, der sich bereits im späten 12. Jahrhundert in der MĂĽnchner Handschrift der "Sprüche aus Scheftlarn" in der lateinischen Version findet: "qui capit ante molam, merito molit ante farinam" (nach Rörich) und wahrscheinlich schon bis ins Frühmittelalter zurĂĽckgeht, als die ersten grundherrschaftlichen Wassermühlen aufkommen.

16.05.2020 - Frage des Tages: Wie kann man sich die Reihenfolge der Eisheiligen merken?
"Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi. Und zum Schluss fehlt nie die Kalte Sophie" ist eine alte EselsbrĂĽcke, bei der aber der erste Eisheilige Mammertus fehlt. "Mama und Papa servieren Bohnen mit Softeis" ist unserer Meinung nach die bessere Alternative.
Danke an Susan Ebeling (https://easy-recall.com/susan-ebeling)!

26.03.2020 - Frage des Tages: Wer war die Heilige Corona?
Sie war eine frühchristliche Märtyrerin aus Ägypten, Syrien oder anderen Provinzen und lebte wohl im 2. Jahrhundert nach Christus. 'Corona' bedeutet die Gekrönte, was auf Märtyrerin hinweist, und daher ist sie die Patronin des Geldes, deren Währung in einigen Ländern 'Krone' heiĂźt. Daneben beanspruchen auch die Fleischer und Goldgräber sie als Patronin. Sie erlitt zur gleichen Zeit wie der Heilige Victor das Martyrium, in dem sie zwischen zwei Palmen gebunden und beim Hochschnellen der Bäume zerrissen wurde. Reliquien von ihr liegen u.a. in Aachen, deren Schrein gerade restauriert wird.

11.12.2019 - Frage des Tages: Trugen Prinzessinnen im Mittelalter schon die Farbe Rosa?
Nein, denn Rosa ist nicht gut gefärbtes Rot, verwaschenes Rot oder der zweite Auszug aus der Farbbrühe mit Krapp. Es war damit keine Prestigefarbe. Pink gibt es sogar erst seit es die industriell hergestellten Farben gibt, denn es ist eine Mischung aus Weiß und Rot. Rosa, das kleine Rot, wurde wegen der Andeutung von Blut lange Zeit eher den Jungen zugeordnet und Blau, wegen der Nähe zu Maria, den Mädchen. Das änderte sich erst in den 1920er Jahren, als die Männerkleidung – und besonders die Arbeitskleidung – immer mehr blau (wasch- und lichtecht) gefärbt wurde. In der (Buch-)Malerei erscheint die Farbe jedoch häufiger als Textilfarbe, da es mit Malpigmenten leicht ist, sie herzustellen.

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