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25.04.2022 - Frage des Tages: Was essen wir heute?
Huenre von Kriechen /Huhn von den Griechen
Diz heizzent huenre von Kryechen. Man sol huenre braten vnd ein /Man soll Hühner braten und ein
fleisch eines swines, weich gesoten. vnd gehacket vnder ein ander. /Fleisch eines Schweines, weich gesotten. Und gehackt unter einander
vnd nim einen vierdunc rosen dor zvo vnd nim yngeber vnd pfeffer /und nimm ein ? Rosen darzu und Ingwer und Pfeffer
vnd win oder ezzig vnd zucker oder honic vnd siede daz zvo /und Wein oder Essig und Zucker oder Honig und siede es da
sammene vnd gibs hin vnd versaltzez niht /zusammen und gib es hin und versalze es nicht!


09.12.2021 - Frage des Tages: Warum feiern wir vier Adventssonntage?
Bereits im 4. Jahrhundert ist die Vorbereitung auf Weihnachten als Fastenzeit aus Gallien und Spanien belegt. Seit dem 5. Jahrhundert wurde Advent auch in der Region um Ravenna gefeiert, in Rom etwas später. Uneinig war man sich lediglich über den Beginn der Adventszeit. Obwohl Gregor der GroĂźe (504-604) die Zahl der Adventssonntage auf vier festlegte, feierte man bis 16. Jahrhundert in jeder Region anders. Papst Pius legte schlieĂźlich 1570 die Adventsliturgie fĂĽr die gesamte Kirche fest.

23.06.2021 - Frage des Tages: Was ist "Zetermordio"?
"Zeter" ist ostmitteldeutsch fĂĽr Gerücht, Geschrei, beschreien; "Mordio" ist die allemannisch-rheinische Form davon (hessisch: heila/heilalle, norddeutsch: tiodute/to jodute, fränkisch: wapen). Es bedeutet so viel wie „ziehet her, kommt her“ (zusammengezogen: "zither") und wurde vor Gerichtsverhandlungen benutzt, um den Angeklagten zu beschuldigen: "so fure en vor den richter und schry obir den schuldigen zcether obir mynen morder und ober des landes morder, ader wy der bruch geschen" (Sachsenspiegel), etwa zu übersetzen mit "so führe ihn vor den Richter und rufe ĂĽber den Schuldigen "zeter" über meinen [des Anklägers] Missetäter und über den Landesverbrecher, oder wie der [Rechts-]Bruch geschehen" (Wikipedia "Zetermordio").
"drumb schrey ich zeter uber sie vor diesem gstrengen gricht allhie" (B. KrĂĽger 1580).
Bereits im 17. Jahrhundert wurde es nur noch als Wehklageruf benutzt.

05.04.2021 - Frage des Tages: Seit wann gibt es bunte Ostereier?
Seit dem 12. Jahrhundert ist sowohl der Eierzins als auch die Eierweihung (neben der Brot-, Milchspeisen- und Fleischweihung) an Ostern belegt. Die Eier besonders der Karwoche wurden gekocht und gesammelt. Um sie von frischen Eiern zu unterscheiden, bekamen sie bestimmte symbolische Farben, meist Rot, denn Rot ist die Farbe des vergossenen Blutes Christi. Schriftlich belegt ist das rote Ei als "ova rubra" erst 1553, aber es kann gut sein, dass der Brauch älter ist.
Archäologische Funde von bemalten Toneiern u.a. in Haithabu belegen, dass bemalte Eier wohl aus der Kiewer Rus im 10 bis 12. Jh. zu uns gekommen sind. Ob der Brauch mitfolgte, ist fraglich.

16.05.2020 - Frage des Tages: Wie kann man sich die Reihenfolge der Eisheiligen merken?
"Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi. Und zum Schluss fehlt nie die Kalte Sophie" ist eine alte EselsbrĂĽcke, bei der aber der erste Eisheilige Mammertus fehlt. "Mama und Papa servieren Bohnen mit Softeis" ist unserer Meinung nach die bessere Alternative.
Danke an Susan Ebeling (https://easy-recall.com/susan-ebeling)!

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