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31.01.2021 - Frage des Tages: Wie schnell konnte man im Mittelalter reisen?
Durschnittsreisende, die es nicht so eilig hatten und mit Gepäck verreisten, kamen ca. auf 30-45 km pro Tag. Kuriere, die die Pferde wechseln konnten, auf 50-80 km pro Tag. Päpstliche Eilboten brachten es im 14. Jh. auf ca. 100 km, wenn sie nicht gerade die Alpen überquerten. Eilboten aus Frankreich und Spanien kamen im 14. Jh. allerdings auf stattliche 150-200 km pro Tag.
siehe >
➭ Norbert Ohler, Reisen im Mittelalter. Darmstadt 2004, besonders Tabelle S. 111.

04.12.2020 - Frage des Tages: Liefen die Leute im Mittelalter tatsächlich mit fettigen Haaren und verschmierten Gesichtern herum, wie es im Film oft dargestellt wird?
Das muss nicht so sein: es gibt aus althochdeutscher Zeit (zwischen 750 und 1050) die Begriffe „seiffa, seifa, seipha“ und Plinius der Ä. (23/24-79) berichtet sogar, es wäre eine Erfindung der Gallier. Auch die Römer verwendeten bereits Seife für ihre Frisuren. Selbst im Alten Testament (Jer. 2, 22) wird der Gebrauch von Seife zum Waschen erwähnt („Und wenn du dich auch mit Lauge wüschest und nähmest viel Seife dazu, so bleibt doch der Schmutz deiner Schuld vor mir, spricht Gott der HERR“). Größere Verbreitung fanden die duftenden Kugeln aber hauptsächlich nach der Eroberung von Tyros (heute: Libanon) durch die Venezianer 1124, die daraufhin eine eigene Seifenproduktion aufbauten mit strengen Ausfuhrgenehmigungen. Erstes Auftreten dieser Seife nördlich der Alpen war im 2/3 13. Jh. Anleitungen zum Seifensieden finden sich seit dem 14. Jh. in Deutschland.

18.08.2020 - Frage des Tages: Woher kommt der Spruch "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst"?
Das ist ein Rechtsatz, der in dieser Formulierung auf den Sachsenspielgel (um 1230) zurückgeht: "die ok irst to der molen kumt, die sal erst malen" (Landrecht II, 59 Paragraph 4). Hierbei handelt es sich aber nur um eine Kodifizierung eines älteren Rechtsgrundsatzes, der sich bereits im späten 12. Jahrhundert in der Münchner Handschrift der "Sprüche aus Scheftlarn" in der lateinischen Version findet: "qui capit ante molam, merito molit ante farinam" (nach Rörich) und wahrscheinlich schon bis ins Frühmittelalter zurückgeht, als die ersten grundherrschaftlichen Wassermühlen aufkommen.

16.05.2020 - Frage des Tages: Wie kann man sich die Reihenfolge der Eisheiligen merken?
"Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi. Und zum Schluss fehlt nie die Kalte Sophie" ist eine alte Eselsbrücke, bei der aber der erste Eisheilige Mammertus fehlt. "Mama und Papa servieren Bohnen mit Softeis" ist unserer Meinung nach die bessere Alternative.
Danke an Susan Ebeling (https://easy-recall.com/susan-ebeling)!

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