Ostereier, auch bunte, sind schon im Mittelalter bekannt. Sie gehören zu den jahreszeitlichen Abgaben an den Grundherrn; da sie zudem in der Fastenzeit nicht verzehrt werden durften, haben sie im Rahmen der Eierweihe seit dem 12. Jahrhundert sogar einen eigenen Platz in der Liturgie am Gründonnerstag. Hier werden geschmückte Eier, evtl. auch hartgekochte und gefärbte Soleier, geweiht und dienten als segenbringendes Geschenk am Osterfest.
Der Hase wird zwar im Mittelalter als christliches Symbol der Dreifaltigkeit genutzt (z.B. im Dreihasenfenster des Paderborner Domkreuzgangs (siehe Bild), versteckt aber volkstümlich erst in der Neuzeit die Eier: damit ist er erstmals 1682 belegt – und konkurrierte je nach Landschaft mit Kuckuck, Storch, Fuchs oder Hahn.
➭Dreihasenbild: http://de.wikipedia.org/wiki/Dreihasenbild#/media/File:Paderborner_Dom_Dreihasenfenster.jpg
➭K. Göbel-Schauerte, Ostern – Brauchtum. In: Lexikon des Mittelalters, Bd 6, Sp. 1519-1520.