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11.03.2019 – Frage des Tages: Warum fasten wir bis Ostern?

Das Fasten soll vor der Macht des Bösen schützen und der Vergebung der täglichen Sünden dienen. Die vierzig Tage des Fastens vor Ostern sollen an die Tage, die Jesus in der Wüste verbracht hat erinnern. Verschiedene Gelehrte haben sich dazu geäßert: Petrus Lombardus (1095/1100-1160): Beten, Fasten und Almosen ermöglichen Buße und Genugtuung (Sententiae IV). Rainerius von Pisa (1115/1117-1160): Es gibt vier Früchte des Fastens: Verlängerung des Lebens, Vergebung der Sünden, Zügelung des Begehrens und Erhebung des Geistes (Pantheologia). Hildegard von Bingen (1098-1179): Fasten bereitet eine höhere Ordnung vor, die Leiber werden in Zucht gehalten, aber unvernünftige Enthaltsamkeit richtet das Fleisch des Menschen zugrunde! (Causa et curae). ➭Petrus Lombardus. Sententiarum libri IV.
Raynerio de Pisis: Pantheologiae.
Hildegardis: Causa et curae.
➭A. Blasius, Fasten; in: Lexikon des Mittelalters, Bd 4, Darmstadt 2009, Sp. 306.