Das ist ein Rechtsatz, der in dieser Formulierung auf den Sachsenspielgel (um 1230) zurückgeht: „die ok irst to der molen kumt, die sal erst malen“ (Landrecht II, 59 Paragraph 4).
Hierbei handelt es sich aber nur um eine Kodifizierung eines älteren Rechtsgrundsatzes, der sich bereits im späten 12. Jahrhundert in der Münchner Handschrift der „Sprüche aus Scheftlarn“ in der lateinischen Version findet: „qui capit ante molam, merito molit ante farinam“ (nach Rörich) und wahrscheinlich schon bis ins Frühmittelalter zurückgeht, als die ersten grundherrschaftlichen Wassermühlen aufkommen.
➭ Nils Borchert, Deutsche Rechtssprichwörter – verstaubt oder aktueller denn je? Seminararbeit am Rechtsgeschichtlichen Seminar der Ruhr-Universität Bochum
➭ Quellentext Sachsenspiegel im Textarchiv des Deutschen Rechtswörterbuchs
➭ K. Elmshäuser/D. Hägermann/A. Hedwig/K.-H. Ludwig, Mühle; in: Lexikon des Mittelalters, Bd 6, Stuttgart 2000, sp. 887-888.
➭ Lutz Rörich, Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 2 Freiburg/Basel/Wien 1990, S. 990.
➭ Nils Borchert, Deutsche Rechtssprichwörter – verstaubt oder aktueller denn je? Seminararbeit am Rechtsgeschichtlichen Seminar der Ruhr-Universität Bochum
➭ Quellentext Sachsenspiegel im Textarchiv des Deutschen Rechtswörterbuchs
➭ K. Elmshäuser/D. Hägermann/A. Hedwig/K.-H. Ludwig, Mühle; in: Lexikon des Mittelalters, Bd 6, Stuttgart 2000, sp. 887-888.
➭ Lutz Rörich, Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 2 Freiburg/Basel/Wien 1990, S. 990.