Bereits im Spätmittelalter ist der „grüene dunrestage“ bezeugt. Eine verbreitete Deutung der ersten Silbe ist die Ableitung aus dem mittelhochdeutschen Wort für „greinen“, also weinen.
Da dessen mittelalterliche Formen allerdings deutlich abweichend „grinen“ oder „grainen“ sind, geht die Vorsilbe tatsächlich auf die Farbe zurück, die im Spätmittelalter überwiegend als
„grün“ oder „grüen“ erscheint. Damit wird auf den – bis heute in Hessen geübten – Volksbrauch Bezug genommen, an diesem drittletzten Fastentag fleischlose Gerichte mit den nun endlich verfügbaren frischen grünen Kräutern bereiten zu können (Grüne Soße). (Guten Appetit!)